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i-FlashDrive Max: Rasend schneller USB-Stick fürs iPhone und iPad

Es gibt nur eine Hand voll iPhone-Gadgets, die ich über Jahre immer wieder gern benutze. Eines davon ist das i-FlashDrive, welches in regelmäßigen Abständen vom Hersteller Photofast weiterentwickelt und verbessert wird. Das Gerät könnte man als „Universal-USB-Stick“ bezeichnen, denn es arbeitet gleichermaßen mit iOS, OS X und Windows zusammen.

Die Handhabung könnte dabei nicht einfacher sein. Am PC und Mac verhält sich die Speicherlösung wie ein normaler USB-Stick und kann via Windows-Explorer bzw. Finder wie gewohnt mit Daten betankt werden. Am iPhone und iPad ist der Einsatz einer speziell entwickelten App notwendig, die sich bereits beim Anstecken des i-FlashDrives zu Wort meldet. Alle gängigen Datei-Typen, egal ob es sich dabei um Musik, Fotos, Videos oder Dokumente handelt, lassen sich so bequem zwischen Desktop, Notebook und iOS-Gerät hin und her bewegen.

Die Hardware

Der einstige Pferdefuß des i-FlashDrives, nämlich die Übertragungsgeschwindigkeit, ist inzwischen der größte Vorteil des externen Speicherstiftes. Während Cloud-Dienste stets auf eine schnelle und stabile Internet-Verbindung angewiesen sind, und Daten eher zähfließend in die Speicher-Wolke hochladen, sichert das neue i-FlashDrive Max eine 1 GB große Datei in knapp einer Minute. Noch schneller geht es in umgekehrter Richtung. Am iPhone 6 Plus (128 GB) erreichte der Speicher-Stick satte 30 MB/s lesend und 17 MB/s schreibend. Ein klarer Rekord im Bereich der externen iOS-Speicherlösungen und etwa doppelt so schnell wie konkurrierende Produkte.

Am MacBook 12″ musste ich auf Apples sperrigen USB-C-Digital-AV-Multiport-Adapter zurückgreifen um das i-FlashDrive Max anschließen zu können, da Apple alle Standard-USB-Ports wegrationalisiert hat. Der günstigere USB-C-auf-USB-Adapter hätte es natürlich auch getan. Trotz zwischengeschaltetem Adapter waren erstaunliche 95 MB/s beim Lesen und 20 MB/s beim Schreiben drin. Hier kann der Universal-Stick seine USB 3.0-Kompatibilität voll ausspielen.

Photofast hat die aktuelle i-FlashDrive-Generation nochmals deutlich geschrumpft. Das Modell „Max“ wiegt lediglich 7,5 Gramm und hat die Abmessungen eines normalen USB-Sticks. Eine transparente Plastikkappe schützt den USB-Anschluss. Die Schutzkappe für den Lightning-Stecker lässt sich elegant nach oben wegklappen. Sie birgt allerdings auch das Risiko irgendwann abzubrechen. Die Funktionalität des Gadgets wäre bei solch einem Unfall allerdings nicht beeinträchtigt. Insgesamt wirkt der Stick recht solide.

Die App

Die Funktionen von Photofasts iPhone- und iPad-Speichererweiterung beschränken sich keineswegs nur auf den reinen Datenaustausch. Die dazugehörige App namens „i-FlashDrive One“ hat sich zu einem mächtigen Datei-Manager gemausert, der zahlreiche Audio-, Video- und Dokumentenformate beherrscht.

  • Unterstützte Audio-Formate: mp3, aac, aif, aiff, wav, m4a, caf
  • Unterstützte Video-Formate: mp4, mov, m4v, mkv, avi, flv, rm, rmvb, wmv, vob, 3gp
  • Unterstützte Bild-Formate: jpg, png, bmp, gif, tif, tiff, ico, xbm, cur
  • Unterstützte Dokumenten-Formate: doc, docx, xls, xlsx, ppt, pptx, rtf, txt, htm, pdf, Pages, Numbers, Keynote

Die Applikation kann aber noch viel mehr. Wer sensible Dokumente vor neugierigen Augen schützen möchte, kann innerhalb der App sowohl einzelne Dateien, als auch ganze Ordner verschlüsseln. Am Mac bzw. PC sind die so geschützten Dateien dann nicht mehr auffindbar. Innerhalb der Anwendung wird beim Zugriffsversuch ein zuvor festgelegtes Passwort abgefragt. Die App selbst lässt sich per Code-Sperre oder Touch ID sichern.

Selbst an die so oft vernachlässigte Datensicherung hat Photofast gedacht. Innerhalb der i-FlashDrive One-Applikation befinden sich Backup-Funktionen für Fotos, Kontakte, Kalender und sogar Online-Accounts (Instagram, Facebook, Dropbox, Google Drive). Wer will kann alles mit nur einem Knopfdruck sichern lassen. Sämtliche Sicherungskopie landen in einem Ordner namens Backup, der sich genauso verschlüsseln lässt wie alle anderen Dateistrukturen. Spätestens wenn der interne iPhone- oder iPad-Speicher auf Grund zu vieler Fotos und Videos knapp wird, ist die bequeme Backup-Funktion Gold wert.

Schlusswort

Dass drahtlose Übertragungswege wie AirDrop gut funktionieren, so lange die Anzahl der Dateien gering ist, steht außer Frage. Als ich jedoch im letzten Urlaub die Tagesausbeute von 200 Schnappschüssen von iPhone A auf iPhone B kopieren wollte, schmierte AirDrop reproduzierbar ab. Die schiere Menge der Fotos war zu viel für Apples Sharing-Schnittstelle. Die Lösung des Problems: Ich musste die Anzahl der zu übertragenden Bilder deutlich reduzieren, wodurch der tägliche Foto- und Videoaustausch zu einer zeitraubenden Prozedur mutierte. Apples iCloud war leider auch keine Hilfe, denn der WLAN-Zugang des Hotels war unfassbar langsam. Ein i-FlashDrive hatte ich damals leider nicht dabei. Dies wird sich im nächsten Urlaub ändern.

Fazit

Photofast bietet mit dem i-FlashDrive ein rundum schlüssiges Paket aus Speichererweiterung und Datensicherung. Der mit einer Kapazität von 16, 32, 64 oder 128 GB erhältliche Speicherstift startet preislich bei 65 Euro (USB 2.0-Version). Wer die hier getestete USB 3.0-Rakete haben möchte, muss mindestens 89,99 Euro investieren. Die USB 2.0- und USB 3.0-Variante sind optisch nur schwer zu unterschieden. Ihr erkennt die langsamere Version lediglich an der Bezeichnung „Max U2“.

Achtung! Auf eBay und Amazon tummeln sich auch billige Fälschungen der Photofast-Erfindung. Diese lassen sich weder mit der gelungenen i-FlashDrive One-App nutzen, noch erreichen sie die hier genannten Datenübertragungsraten.

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