Apples Lightning-Kabel haben den Ruf schnell kaputt zu gehen
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Wieso gehen Apples Lightning-Kabel so schnell kaputt?

Habt ihr euch auch schon einmal gefragt warum ein Lightning-Kabel nur wenige Monate hält? Die Ladestrippen gehen stets an der gleiche Stelle kaputt, nämlich am Übergang zwischen Lightning-Stecker und Kabel. Hat Apple etwa eine Sollbruchstelle eingebaut um mehr Zubehör zu verkaufen? Immerhin lässt sich der iPhone-Hersteller ein Lightning-Kabel mit stolzen 19 Euro bezahlen. Die Herstellkosten dürften bei einem Bruchteil des Verkaufspreises liegen. Und was kann man gegen den kostspieligen Kabel-Verschleiß tun?

Die Lösung des Rätsels ist nach meiner Auffassung ziemlich unspektakulär. Ladekabel sind einer starken Beanspruchung ausgesetzt. Sie werden mindestens 1x pro Tag genutzt um ein iOS-Gerät aufzuladen. Zwischenzeitlich werden sie rücksichtslos in Taschen geknüllt und brutal um Netzteile gewickelt. An ihnen wird außerdem gezogen und gezerrt, vor allem dann wenn iPhones und iPads während des Aufladens weiter benutzt werden. Hier schlägt negativ zu Buche, dass Apples Lightning-Strippen mit nur einem Meter Länge recht kurz sind.

Wer einige Grundregeln beachtet, kann dem Kabel-Massensterben spürbar entgegenwirken:

  • Aus eigener Erfahrung kann ich längere Kabel empfehlen. Apple selbst bietet Lightning-Kabel mit 0,5 m, 1 m und 2 m Länge an. Bei Drittanbietern bekommt man auch 3 m lange Ladeschnüre. Längere Kabel stehen in der Regel auch dann nicht unter Zug, wenn das iOS-Gerät während des Ladevorgangs weiter benutzt wird.
  • Knicke und strammes Aufwickeln, zum Beispiel über Kanten (iPhone-Netzteil), sollten unbedingt vermieden werden. Sie sind der Tod eines jeden noch so guten Kabels.
  • Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Alternativanbietern für Lightning-Kabel. Die angebotenen Strippen sind in der Regel nicht nur deutlich günstiger als Apples Original, sondern halten teilweise auch mehr aus. Es lohnt sich einige Hersteller auszuprobieren. Dabei sollte aber unbedingt beachtet werden, dass das Kabel über eine MFI-Zertifizierung verfügt, da Apples iOS-Geräte ansonsten die Zusammenarbeit verweigern könnten. Die Preismarke für günstige MFI-Lightning-Kabel liegt derzeit bei ca. 8 Euro. Alles was günstiger ist, kann eigentlich nichts taugen.
  • Wenn eines eurer Lightning-Kabel kaputt gehen sollte, prüft ob ihr noch die Herstellergarantie in Anspruch nehmen könnt. Apple zeigt sich beim Thema Kabel-Austausch in der Regel kulant. Gute Chancen habt ihr auch bei Großhändlern wie Amazon.

Geht ein Kabel doch mal kaputt, rate ich persönlich zum Austausch. Notdürftige Reparaturen per Schrumpfschlauch oder selbsthärtendem Silikongummi halten in der Regel nicht lange und bergen zudem die Gefahr eines Kurzschlusses. Wenn euch euer iOS-Gerät am Herzen liegt, solltet ihr also nicht am falschen Ende sparen.

Weitere hilfreiche Tipps findet ihr in unserer Rubrik Tipps & Tricks.

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3 Comments

  • ilteen 4. August 2015 at 14:18

    Das Abknicken ist eigentlich am häufigsten Schuld… Ich achte darauf und mein Kabel sieht seit fast einem Jahr noch aus wie neu. Alle meine Freunde interessiert das nicht besonders, das Kabel nicht zu knicken, dementsprechend sehen sie auch aus.
    Allerding kann man dem auch etwas entgegenwirken: Man kann die Metallfeder vom einem Kugelschreiber um das Kabelende, kurz vor dem Lightning Stecker wickeln, dann hält das Kabel viel länger! Es ist trotzdem echt lächerlich, dass Apples Kabel so schnell kaputt gehen. Die Konkurrenz schafft das 100x besser, auch bei gleicher Länge…

  • Chris 4. August 2015 at 23:40

    Ich nutze seit dem ersten iPod nano Apple Produkte und somit auch Ladekabel von Apple, ich habe NOCH NIE ein kaputtes Kabel gehabt (bei täglicher Nutzung, Transport, einwickeln, etc. usw.)

    Wenn man nicht anständig mit einem Kabel umgehen kann ist man selber Schuld.

    Das liegt nicht an Apple sondern an der puren Stumpfheit der Anwender.

  • britta 13. Oktober 2016 at 17:40

    ich habe ein recht neues 1,50 m langes ladekabel NUR am bett zum aufladen nachts.
    es wird nicht geknickt & nicht beansprucht.
    trotzdem liegt auch hier mittlerweile das metall des drahtes frei.
    das erklärt sich m. e. nur dadurch, dass an der stelle weichmacher im kunststoff sind.

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