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Touch ID: Erkennung verbessern

Eines muss man Apples Touch ID lassen, der Passwort-Ersatz ist ungeheuer praktisch. Entgegen Apples Werbung und zahlreicher Testberichte im Netz, funktioniert der hochauflösende Finger-Scanner aber keinesfalls so zuverlässig wie behauptet.

Der Wunsch nach einer 100%-Erkennungsrate geht inzwischen sogar so weit, dass an Tech-Voodoo erinnernde Anleitungen durch die Blog-Welt geistern. Das bizarrste Beispiel ist wohl die von Podcaster Steve Gibson aufgestellte Behauptung Touch ID würde sich auch abseits der normalen Anlernprozedur trainieren lassen. Dazu müsse man nur Einstellungen / Allgemein / Touch ID & Kennwort / Touch ID aufrufen und den Finger wiederholt auf den Sensor legen. Habt ihr, so wie ich, mehrere der 5 Fingerabdruck-Speicherplätze belegt, leuchtet der jeweils erkannte Nasenbohrer für kurze Zeit grau auf (siehe Bild). Wir haben die Theorie von Steve Gibson (und mehr ist es leider auch nicht) überprüft, mit enttäuschendem Ergebnis. Was der Apple-Fan beobachtet haben will ist bestenfalls ein Placebo-Effekt.

Da wir euch nicht mit Halbwissen im Regen stehen lassen wollen, haben wir einige Tipps zusammengestellt, die wirklich für bessere Erkennungsraten sorgen.

Finger mehrmals einscannen

Auf diese Idee seid ihr bestimmt schon von selbst gekommen. Solltet ihr nur einen Finger/Daumen nutzen um euer iPhone zu entsperren, lohnt es sich diesen fünfmal im Smartphone-Speicher abzulegen. Variiert dabei jedes Mal etwas die Haltung des Fingers, um die Chance auf Erkennung zu erhöhen. Klickt einfach unter Einstellungen / Allgemein / Touch ID & Kennwort / Touch ID auf „Fingerabdruck hinzufügen“ um die Anlern-Prozedur erneut zu starten. Schlecht eingescannte Griffel löscht man per Wischgeste über den Einträgen Finger 1 bis Finger 5.

Touch ID mag keine feuchten Finger

Wenn die Erkennung so gar nicht klappen will, liegt dies oft an feuchten Händen. Dazu müssen eure Hände gar nicht richtig schwitzen (Sport), es reicht schon wenn sie generell etwas feuchter sind als die „Durchschnittshand“. Wischt dann den betreffenden Finger einfach an einem Tuch oder eurer Kleidung kurz ab. Danach sollte Touch ID seinen Dienst wieder klaglos verrichten.

Schnittwunden und trockene Haut

Auch das andere Extrem sorgt bei Touch ID für Probleme. Rissige Haut und Schnittwunden verwirren den Sensor.

Den Sensor sauber halten

Auch Schmutz verschlechtert die Erkennungsrate erheblich, dazu zählt auch Fett, das durch die Finger selbst auf den Sensor gelangt. Ab und zu lohnt es sich daher den Fingerabdruckleser mit einem trockenen Tuch abzuwischen.

Kälte

Wir haben im Winter festgestellt, dass mit sinkender Temperatur auch die Erkennungsrate von Touch ID abnimmt. Wir gehen aber nicht von einem technischen Problem aus. Vielmehr zieht sich die menschliche Haut bei Kälte zusammen, so dass sich auch der Fingerabdruck minimal verändert. Anscheinend reicht das schon um Touch ID zu verwirren. Nach einem kurzen Aufwärmen der Finger, verschwinden die Probleme.

Finger vollständig auflegen

Je größer der Bereich eures Fingers ist, den ihr auf den Fingerabdruckleser legt, desto größer ist auch die Chance auf eine erfolgreiche Erkennung. Achtet auch darauf, dass ihr den Metallring um den Sensor berührt, da Touch ID sonst erst gar nicht aktiviert wird.

Weitere hilfreiche Tipps für euren iOS-Alltag findet ihr in unserer Rubrik Tipps & Tricks.

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