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Apple Music: Das solltet ihr bei der Anmeldung beachten

Mit der Veröffentlichung von iOS 8.4 hat Apple auch seinen Musikdienst Apple Music live geschaltet. Das Streaming-Angebot umfasst einen riesigen Musikkatalog, der sich vor Konkurrenten wie Spotify nicht zu verstecken braucht. Erste Stichproben von uns lieferten auch Treffer zu unbekannteren Bands. Nicht mit an Bord sind bekennende Streaming-Muffel wie zum Beispiel „Die Ärzte“ und „Die Toten Hosen“. Ein Hand voll Musikvideos findest man trotzdem.

Apple Music fragt nach euren Lieblings-Genres

Apple Music fragt nach euren Lieblings-Genres

Auf dem iPhone und iPad findet ihr Apple Music in der Musik-App. Auch eure lokal gespeicherten Songs und in iCloud verfügbare Titel findet ihr nach wie vor hier. Streaming steht jedoch klar im Vordergrund und zieht alle Aufmerksamkeit auf sich. Da sich sämtliche Bedienelemente verschoben haben, ist eine gewisse Eingewöhnungsphase nötig. Beim ersten Start fragt Apple Music ob ihr die dreimonatige Gratis-Testphase starten wollt und bietet die Wahl zwischen Single- und Familien-Account. Um die kostenlose Testphase überhaupt beginnen zu können, benötigt ihr mindestens 9,99 Euro iTunes-Guthaben, oder eine im Account hinterlegte Zahlungsart. Apple Music ist nämlich ein Abo, welches sich ohne Rückfrage verlängert, so dass ihr Gefahr lauft die rechtzeitige Kündigung der Testphase zu verpassen.

Diese kundenunfreundliche Entscheidung von Apple müsst ihr euch jedoch nicht gefallen lassen. Ihr könnt sofort nach dem Start der Testphase die automatische Verlängerung des Abos deaktivieren und die 3 Test-Monate trotzdem voll ausreizen. Geht dazu wie folgt vor:

  1. Startet iTunes.
  2. Klickt auf „iTunes Store“.
  3. Rechts findet ihr das Menü „Musik auf einen Klick“. Klickt hier auf „Account“ und geben eure Apple-ID-Daten + Passwort ein.
  4. In den Account-Daten scrollt ihr nach ganz unten zum Menü „Einstellungen“ und klickt bei „Abos“ auf „Verwalten“.
  5. Klickt neben dem Apple Music Abo auf „Bearbeiten“.
  6. Anschließend setzt ihr den Schalter unter „Automatisch verlängern“ auf „aus“.

Nachdem die Abo-Formalitäten geklärt sind, könnt ihr euch ins Musik-Vergnügen stürzen. Beim ersten Start von Apple Music fragt der Dienst euren Musikgeschmack ab. Zunächst könnt ihr verschiedene Genres favorisieren oder ausschließen. Hierzu werden euch einige animierte rote Kreise eingeblendet. Stilrichtungen die euch zusagen bekommen einen Klick, eure Lieblings-Genres dagegen zwei. Musik die ihr nicht mögt, haltet ihr gedrückt bis der Kreis verschwindet. Der gleiche Auswahlprozess wiederholt sich anschließend mit bekannten Bands. Sind eure Favoriten nicht mit dabei, könnt ihr weitere Künstler vorschlagen lassen. Sobald euer Audio-Geschmack erfasst ist, geht es endlich los. Apple Music schlägt euch auf der „Für Dich“ genannten Startseite einige Playlists und Alben vor, die mit euren Vorlieben harmonieren sollen. Die Auswahl war in unserem Fall nur teilweise passend. Die Vorschläge verändern sich sobald ihr Songs in Apple Music abspielt.

Unter „Radio“ findet ihr Apples 24-Stunden-Sender namens Beats 1. Lange hält man es jedoch nicht aus hier zuzuhören, was weniger an der Musik und mehr am nicht enden wollenden Geschwafel liegt.

Hinter „Connect“ verbirgt sich Apples Neuauflage von Ping. Einige Musiker posten hier bereits Neuigkeiten, die ihr kommentieren und teilen könnt. Wie bei Twitter kann man Bands und Künstlern folgen, jedoch absurderweise nicht per Folgen-Klick auf der jeweiligen Künstler-Seite. Stattdessen merkt sich Apple Music welche Musiker ihr zu eurer Mediathek hinzufügt. Damit werdet ihr automatisch zum Follower. In den Account-Einstellungen innerhalb der App kann man dieses Verhalten aber deaktivieren.

Fazit

Grenzenlose Begeisterung will nach dem ersten Test von Apple Music noch nicht aufkommen. Der Radiosender Beats 1 nervt und die Menüführung wirkt wenig durchdacht. Dass Apple seinen Kunden eine Abofalle stellt, dürfte bei den meisten Kunden auf Unverständnis stoßen.

Weitere hilfreiche Tipps für euren iOS-Alltag findet ihr in unserer Rubrik Tipps & Tricks.

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