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iPhone zum Verkauf vorbereiten: So gibt es keine bösen Überraschungen

Die iPhone-Modelle 7 und 7 Plus sind da. Viele von euch werden daher ihr Altgerät verkaufen und auf eines der neuen Smartphones umsteigen. Bevor ihr aber euren täglichen Begleiter in fremde Hände gebt, gilt es ein paar Dinge zu beachten. Natürlich gelten die folgenden Tipps grundsätzlich auch für iPads und iPod touches.

1. Daten sichern

Die wichtigste Grundregel lautet: Sichert eure Daten! Der wohl einfachste Weg ist die iCloud. Unter Einstellungen / iCloud / Speicher & Backup findet ihr die entsprechenden Optionen. Klickt hier einfach auf „Backup jetzt erstellen“ und schon legt das iOS-Gerät los. Damit das Backup startet, muss euer iOS-Gerät mit einem WLAN verbunden sein. Schließt am besten auch das Netzteil an.

Befinden sich jede Menge Fotos und Videos auf dem Gerät, kann es vorkommen, dass die 5 GB kostenloser iCloud-Speicher nicht ausreichen. Dann heißt es entweder kostenpflichtig mehr Speicher dazu kaufen (Einstellungen / Allgemein / Speicher- & iCloud-Nutzung / iCloud / Speicher verwalten / Speicherplan ändern), oder aufs klassische Kabel-Backup per iTunes ausweichen. Vergesst beim Backup via iTunes nicht den Haken bei „Backup verschlüsseln“ zu setzen, sonst werden Passwörter nicht mit gesichert.

Ist das neue iPhone da, fragt es euch von selbst, ob es als neues Gerät konfiguriert werden soll, oder Daten aus einem Backup wiederherstellen muss.

2. Daten löschen

Mit iOS 7 hat Apple die sogenannte „Aktivierungssperre“ eingeführt. Sie soll iOS-Geräte für Diebe weniger attraktiv machen, denn ohne Eingabe von Apple-ID und Passwort, lassen sich iPhones, iPads und iPod touches weder löschen noch neu aufsetzen (zumindest nicht für Normalsterbliche). Das Gerät wird damit nutzlos. Letzteres gilt natürlich auch für den Käufer des Altgerätes. Es ist also wichtig vor einem Verkauf die Aktivierungssperre aufzuheben. Wie das geht beschreibt Apple hier.

Hat das Gerät bereits den Besitzer gewechselt, obwohl die iCloud-Sperre noch aktiv ist, lässt sich letztere nur noch über iCloud.com deaktivieren. Apple beschreibt die Prozedur hier (nach unten scrollen).

Solltet ihr Apple den Rücken kehren und zu einem Android- oder Windows-Smartphone wechseln, vergesst nicht euch bei iMessage abzumelden. Freunde mit iOS-Geräten könnten ansonsten versuchen euch weiterhin iMessages zu schicken, da deren Geräte nicht wissen, dass ihr eure Apple-ID nicht mehr für Kurznachrichten nutzt. Wer seine Apple-ID vollständig loswerden will, arbeitet dieses (recht aufwendige) Prozedere ab.

3. Zubehör vollständig?

Es gibt nichts Ärgerlicheres für den neuen Besitzer als unvollständiges Zubehör. Dazu zählen nicht nur das Netzteil, die Ohrhörer und das Ladekabel, sondern vor allem auch der SIM-Schacht-Öffner. Wenn das Gerät online verkauft wird, zum Beispiel auf eBay, spült die Originalverpackung einige zusätzliche Euronen in die Kasse.

4. Die richtige Verkaufsplattform

Wo verkauft man ein iOS-Gerät am besten? Über diese Fragestellung könnten ganze Abhandlungen geschrieben werden, denn der Verkauf birgt Risiken.

Den größtmöglichen Erlös erzielt man über eBay Kleinanzeigen, denn hier fallen keine Verkaufsgebühren an. Die Abwicklung ist dafür umso aufwendiger, denn von den vielen Interessenten die sich melden, sind nur die wenigsten bereit einen angemessenen Preis zu zahlen. Hat man sich schließlich geeinigt, kommt es nicht selten vor dass vereinbarte Übergabetermine platzen, weil der Interessent nicht erscheint. Wie bei allen Kleinanzeigenportalen empfehle ich ganz klar die Barzahlung bei Übergabe. Selbst Paypal ist zu riskant, denn hier gibt es einige clevere Betrüger-Maschen.

Die Auktionsplattform eBay ist immer noch eine der beliebtesten Möglichkeiten ein iPhone zu verkaufen. Bauchschmerzen bereiten hier allerdings die horrenden Gebühren, die ca. 10% des Verkaufspreises ausmachen. Bei Paypal-Zahlung gibt es für den Verkäufer wieder einige Risiken, denn der Käufer kann eine unvollständige oder minderwertige Lieferung geltend machen und sich sein Geld via Paypal-Käuferschutz zurück holen. Manche unseriöse Käufer nutzen diese Möglichkeit um den Verkäufer zu erpressen, bis dieser schließlich entnervt einen zusätzlichen Rabatt einräumt. Achtet also auf eine 100% exakte und vollständige Auktionsbeschreibung.

Selbst Apple nimmt inzwischen Altgeräte in Zahlung und stellt im Gegenzug eine Gutschrift aus. Das Trade-In-Programm ist in Deutschland noch recht unbekannt, da der iPhone-Hersteller nur gut 50% des Betrages zahlt, der bei eBay bzw. eBay Kleinanzeigen erzielt werden kann. Einziger Vorteil: Der Verkäufer trägt keine Risiken.

Bei Ankauf-Plattformen wie reBuy und Wirkaufens ist dagegen Vorsicht geboten. Hier mehren sich in letzter Zeit die Nutzerberichte, dass Geräte von den Ankäufern schlechter bewertet wurden als von den Verkäufern. Das Resultat ist dann eine drastische Preisabwertung durch den jeweiligen Plattformbetreiber nach Einsendung des Gerätes. Man kann sein Gerät anschließend zwar zurück fordern, doch der zusätzliche Zeitaufwand und Ärger bleibt. Ich habe zur Probe mein iPhone 6 Plus 128 GB bei Wirkaufens schätzen lassen. 630,11 Euro bietet das Webportal aktuell. Der Betrag liegt etwa auf eBay-Niveau und ist daher für eine Ankäufer-Plattform völlig unrealistisch, schließlich will Wirkaufens das iPhone weiter veräußern und auch noch etwas daran verdienen.

Egal für welchen Verkaufsweg ihr euch entscheidet, wir wünschen viel Erfolg beim Verhökern!

Weitere hilfreiche Tipps findet ihr in unserer Rubrik Tipps & Tricks, sowie auf unserem Twitter– oder Facebook-Feed.

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1 Comment

  • Nicole 7. Oktober 2015 at 14:13

    Ich habe gute Erfahrungen mit http://www.clappifies.de gemacht, die sind ein extra anzeigenportal für apple produkte. mittlerweile habe ich mir sogar mein iphone 6s darüber gekauft. Lief alles problemlos, ankauf und verkauf.

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