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Akkulaufzeit unter iOS 10 verlängern – 28 praxistaugliche Tipps

Wir haben unsere beliebte Tipp-Sammlung nun auf iOS 10 angepasst. Beim Zusammenstellen der folgenden Tipps war es uns besonders wichtig, dass die Hinweise praxistauglich sind und sich nicht nennenswert auf den Komfort oder die tägliche Benutzung des iPhones auswirken. „Einfach alles abschalten“ ist schließlich keine Lösung. Übrigens: Je mehr Batterie-Symbole rechts neben der Überschrift des jeweiligen Tipps stehen, desto stärker wirkt sich der Hinweis auf die Batterielaufzeit eures iPhones aus.

Natürlich gelten die meisten Tipps auch für den iPod touch und das iPad. Aus unserem iPhone 5s konnten wir mit den folgenden Kniffen im Schnitt ganze 2 Stunden zusätzliche Akkulaufzeit herauskitzeln. Beim Internetsurfen per WLAN erreichen wir nun tatsächlich die von Apple angegebenen 10 Stunden Batterielaufzeit. Beim iPhone 6 kommen wir sogar auf über 11 Stunden, beim 6 Plus auf 16 Stunden.

1. iPhone warm halten  Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo

In der kalten Jahreszeit häufen sich in sozialen Netzten die Meldungen über sich plötzlich abschaltende iPhones. Der Grund sind die widrigen Außentemperaturen, denn Batterien mögen Kälte noch weniger als Hitze. Tragt euer iPhone im Winter also am besten dicht am Körper. Mehr zu diesem Thema erfahrt ihr hier.

2. Empfang Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo

Das iPhone ist in erster Linie immer noch ein Mobiltelefon. Das heißt, dass es stets versucht für bestmöglichen Empfang zu sorgen, so dass möglichst keine Anrufe oder Nachrichten verpasst werden. Dies tut es, indem es in Gebieten mit schlechtem Netzempfang die Sendeleistung drastisch erhöht. Dadurch erhöht sich der Energiebedarf und die Akkulaufzeit wird spürbar reduziert. Auch der Elektrosmog nimmt zu. Vor allem in Gebäuden (z. B. am Arbeitsplatz) empfiehlt es sich daher das iPhone aus der Tasche zu nehmen und z. B. auf einem Tisch abzulegen. Ihr werdet überrascht sein wie viel länger euer iPhone-Akku durchhält. Besteht gar kein Empfang, lohnt es sich in den Flugmodus zu wechseln. Auch längere Bahnreisen oder Autofahrten können den iPhone-Akku durch ständigen Wechsel der Mobilfunkzelle, und der damit verbundenen Netzsuche, übermäßig belasten. Wer sein iPhone während der Fahrt nicht benötigt schaltet daher am besten vorübergehend in den Flugmodus.

Ab Version 5  unterstützen iPhones den modernen Mobilfunkstandard LTE. Die LTE-Netze sind aber vielerorts noch nicht besonders gut ausgebaut. Bei schlechtem Empfang ist es also sinnvoll LTE unter Einstellungen / Mobiles Netz abzuschalten und so auf 3G auszuweichen. Erst recht wenn euer Mobilfunkvertrag kein LTE beinhaltet.

Ein Wechsel des Mobilfunkanbieters kann sich ebenfalls lohnen. Entscheidend ist welcher Provider sein Netz in eurer Gegend gut ausgebaut hat. Hier helfen vor allem Erfahrungswerte von Freunden und Bekannten. Bei chronisch schlechtem 3G-Empfang kann eine spezielle iPhone-Hülle helfen. Wir haben das Linkase Pro bereits hier auf dem Blog vorgestellt und persönlich gute Erfahrungen sammeln können.

3. Werbeblocker nutzen Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo

Safari Ad-BlockerGerade wenn ihr mit Safari viel im Netz surft, kann euch der folgende Hinweis einiges an Akkulaufzeit bringen. Seit iOS 9 erlaubt Apple die Installation von Werbeblockern. Der App Store bietet bereits eine Fülle geeigneter Tools an (nach Ad-Blocker suchen). Es ist empfehlenswert gleich mehrere Werbeblocker zu installieren (z. B. 1Blocker, Adblock Plus, Adguard, AdBlock for mobile) da diese auf unterschiedliche Filter-Listen zugreifen. Der Reklame-Schutz ist so zuverlässiger. Aktiviert werden die Werbesperren unter Einstellungen / Safari / Inhalts-Blocker.

Da euer iPhone die Werbung nun nicht mehr laden und anzeigen muss, wird der Akku geschont. Positiver Nebeneffekt: Auch euer Datenvolumen wird weniger belastet.

4. StromsparmodusBatterie-LogoBatterie-LogoBatterie-LogoBatterie-LogoBatterie-Logo

Mit iOS 9 hat Apple den sogenannten Stromsparmodus eingeführt. Dessen Aktivierung wird euch automatisch angeboten, sobald der Akku-Ladestand auf 20% fällt. Ihr könnt ihn aber auch schon vorher aktivieren über Einstellungen / Batterie / Stromsparmodus. Dieser Notbetrieb ist allerdings ein zweischneidiges Schwert, denn er drosselt den Prozessor um ca. 40%. Apps verhalten sich dementsprechend zähflüssiger.

5. Ortungsdienste Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo

Apples Systemdienste haben einen eher geringen Nutzen

Apples Systemdienste haben einen eher geringen Nutzen

Keine Sorge, ihr müsst nicht gleich alle Ortungsdienste abschalten, schließlich funktionieren einige Apps nicht ohne sie. Was ihr aber ruhigen Gewissens abschalten könnt sind die System-Ortungsdienste, denn die bringen euch kaum Vorteile. Unter Einstellungen / Datenschutz / Ortungsdienste / Systemdienste (bei Ortungsdienste ganz nach unten scrollen) findet ihr eine ganze Reihe dieser unnötigen Funktionen. Wir haben fast alle abgeschaltet und konnten dadurch bisher keine Nachteile feststellen. Auch der neuen Funktion „Häufige Orte“ zeigen wir die kalte Schulter, bietet sie doch gute Möglichkeiten für Apple den Nutzer auf Schritt und Tritt zu überwachen. Schaut auch ruhig gelegentlich nach welche Apps auf eure Ortungsdienste zugreifen. Nicht alle Anwendungen benötigen sie wirklich. Oft geht es nur darum euch standortbezogene Werbung einzublenden. In jedem Fall sollte aber „Mein iPhone suchen“ auf euren Standort zugreifen können, damit ihr euer Smartphone bei Verlust oder Diebstahl orten könnt.

6. Transparenzeffekte Batterie-Logo

Reduzierte Transparenzeffekte verlängern die Batterielaufzeit

Reduzierte Transparenzeffekte verlängern die Batterielaufzeit

Das Kontrollzentrum und die Mitteilungszentrale sind wichtige und somit auch häufig genutzte Menüs. Während ihr das Kontrollzentrum per Wischgeste vom unteren Bildschirmrand nach oben aufruft, wird die Mitteilungszentrale vom oberen Bildschirmrand ins Blickfeld gescrollt. Beide Menüs setzen auf unnötige Transparenzeffekte, die den Prozessor beschäftigen und somit wertvolle Akkulaufzeit verbraten. Diese „Augenwischerei“ könnt ihr unter Einstellungen / Allgemein / Bedienungshilfen / Kontrast erhöhen ausschalten. Der Schalter bei „Transparenz reduzieren“ muss dazu aktiviert werden.

7. Hintergrundaktualisierung Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo

Seit iOS 7 erlaubt Apple erstmals echtes Multitasking und nennt das Ganze „Hintergrundaktualisierung“. Das bedeutet übersetzt, dass Apps auch dann Daten und Standortinfos abrufen dürfen, wenn sie nicht aktiv im Vordergrund laufen. Apple hat das Multitasking in iOS bisher nicht ohne Grund eingeschränkt. Ständig aktive Apps fressen sehr viel Energie. Die Aktivierung der Hintergrundaktualisierung sollte daher nur für solche Apps erfolgen, die auch im geschlossenen Zustand stets up-to-date bleiben müssen, wie etwa Navigations-Programme während einer Autofahrt.

Die automatischen Status-Updates könnt ihr unter Einstellungen / Allgemein / Hintergrundaktualisierung abschalten.

8. Nicht benutzte Apps manuell beenden Batterie-Logo Batterie-Logo

Oft lohnt es sich Apps manuell zu beenden

Oft lohnt es sich Apps manuell zu beenden

Selbst wenn ihr die Hintergrundaktualisierung abgeschaltet habt, kann es vorkommen, dass manche Apps einfach dreist weiterhin im Verborgenen werkeln. Die Ursache kann entweder eine schlampige Programmierung sein, oder auch Absicht. Beispielsweise laufen Navi-Apps (Navigon, TomTom, etc.) und Apps für Internettelefonie (Skype, Viber, etc.) völlig regelkonform im Hintergrund weiter. Schließlich will man als Anwender nach einem kurzen Abstecher in eine andere App weder die Navi-Route neu eingeben, noch wichtige IP-Telefonanrufe verpassen. Navi- und VoIP-Apps gehören daher auch zu den stromhungrigsten Anwendungen überhaupt. Nutzt man sie innerhalb der nächsten Minuten nicht weiter, sollte man sie daher aus der Multitasking-Leiste rausschmeißen. Dazu genügt ein Doppelklick auf den Home-Button, anschließend scrollt man horizontal zur gewünschten App und schiebt sie per Wischgeste von unten nach oben „aus dem Bildschirm heraus“. In der Praxis hat es sich bewährt regelmäßig alle nicht benötigten Apps zu schließen, da man leider nie weiß welche von Ihnen noch für Unruhe sorgt und welche nicht. Außerdem gibt das manuelle Schließen von Apps Arbeitsspeicher frei, wodurch es seltener dazu kommt dass Anwendungen abstürzen.

Wie die Fachzeitschrift Mac & i festgestellt hat, nuckeln einige prominente Apps ganz besonders stark am iPhone-Akku. Dazu zählt beispielsweise die Facebook-App, die sich als VoIP-Dienst bei iOS anmeldet und somit das Recht genießt Apples Smartphone immer wieder aus dem Ruhemodus aufzuwecken. Davon macht Facebook wohl auch regen Gebrauch, selbst dann wenn die App manuell beendet wurde. Nur das Abmelden des eigenen Accounts innerhalb der App, sorgte laut Mac & i für Abhilfe. Wir nutzen daher Facebook ausschließlich über die mobile Website. Unangenehm in Sachen Hintergrund-Energieverbrauch fielen auch die Apps Viber, joyn, Facebook Messenger und Yahoo Messenger auf.

9. Bildschirm aus! Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo

Die Automatische Sperre schaltet den Bildschirm nach einer festgelegten Zeitspanne ab

Die Automatische Sperre schaltet den Bildschirm nach einer festgelegten Zeitspanne ab

Wie bereits erwähnt ist der Bildschirm der mit Abstand größte Energiefresser im iPhone. Apple stellt daher ab Werk eine automatische Abschaltung des Displays nach 1 Minute ein. Das iPhone geht dann allerdings auch sofort in den Standby-Modus, was nicht immer sinnvoll ist, z. B. wenn gerade Downloads laufen. Bei uns steht die Option daher auf „nie“. Bei Nichtbenutzung schalten wir unser iPhone-Display stattdessen durch Drücken des Standby-Buttons stets manuell ab. Das geht schneller und spart somit Energie, erfordert aber natürlich eine gewisse Eingewöhnung. Ihr findet die Option unter Einstellungen / Allgemein / Automatische Sperre.

Ihr solltet euch auch überlegen welche Apps euch Push-Mitteilungen direkt auf den Sperrbildschirm senden dürfen, denn jeder dieser Pushs aktiviert für einige Zeit das stromhungrige Display, auch wenn ihr das iPhone in der Hosentasche habt. Unter Einstellungen / Mitteilungen werden alle Apps gelistet, die euch Benachrichtigungen senden können. Klickt man auf eine der Apps, kommt man in ein Untermenü welches die Art der Benachrichtigung festlegt. Hier scrollt man bis ganz nach unten bis man den Menüpunkt „Im Sperrbildschirm“ zu Gesicht bekommt und deaktiviert ihn bei allen Apps die mit eher unwichtigen Push-Mitteilungen auf sich aufmerksam machen.

10. E-Mails geplant laden Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo

Push-Mails gehen nahezu in Echtzeit ein und erfreuen sich daher großer Beliebtheit. Seit Apples Push-Service für iCloud-Mails aber auf Grund eines Patentstreits mit Motorola abgeschaltet wurde, haben wir für uns persönlich festgestellt, dass es vollkommen ok ist, wenn Mails nur im 30 Minuten-Takt eingehen. Das lenkt weniger vom eigentlichen Geschehen des Alltags ab und ist dennoch ein ausreichendes Zeitfenster um auf wichtige Anfragen schnell genug reagieren zu können. Wer eine möglichst lange Akkulaufzeit genießen möchte, schaltet Push-Mails daher ab und wählt einen von Apples vordefinierten Zeitplänen aus. Manuelles Laden von Mails ist natürlich noch akkuschonender. Dann wird die elektronische Post aber nur abgerufen, wenn ihr die Mail-App startet.

Ihr findet die entsprechenden Schalter und Einstellungen / Mail, Kontakte, Kalender / Datenabgleich.

11. Nicht-stören-Modus Batterie-Logo

Vor allem im Büro nutzen wir immer häufiger den Nicht-stören-Modus von iOS. Push-Nachrichten und andere Mitteilungen lösen so nicht den Vibrationsalarm aus und aktivieren auch nicht den energiehungrigen Bildschirm. Wichtige Anrufe kommen aber weiterhin durch. Den Nicht-stören-Modus könnt ihr über das Mond-Symbol im Kontrollzentrum bequem aktivieren und deaktivieren. Die detaillierteren Einstellungen findet ihr unter Einstellungen / Nicht stören.

12. Hey Siri!Batterie-LogoBatterie-LogoBatterie-Logo

Mit dem Zuruf „Hey Siri“ kann Apples Sprachassistentin ohne Knopfdruck aufgerufen werden, zumindest dann wenn das iPhone ans Netzteil angeschlossen ist. Ab dem iPhone 6s und 6s Plus gilt letztere Einschränkung jedoch nicht mehr. Siri lauscht also permanent mit, ob ihr das Codewort sagt. Das kostet natürlich Energie. Wer „Hey Siri!“ abschalten möchte, findet den Schalter unter Einstellungen / Allgemein / Siri.

13. Auto-Helligkeit Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo

Im Grunde kommt es auf euren persönlichen Geschmack an wie hell der Bildschirm eures iPhones leuchten soll. Ihr solltet euch aber bewusst sein, dass der Bildschirm mit Abstand der größte Stromfresser im iPhone ist. Die Funktion Auto-Helligkeit ist daher sehr nützlich, denn sie passt die Leuchtkraft des Bildschirms stets den aktuellen Lichtverhältnissen an. Unter Einstellungen / Anzeige & Helligkeit findet ihr den entsprechenden Schalter.

Übrigens könnt ihr im Kontrollzentrum von iOS die Helligkeit ebenfalls anpassen. Durch manuelles Versetzen des Schiebereglers gebt ihr eurem iOS-Gerät vor, welcher Helligkeitslevel eurem Geschmack entspricht. In Kombination mit dem Umgebungslichtsensor eures iPhones versucht iOS anschließend auch bei sich verändernden Lichtverhältnissen die Beleuchtung gemäß euren Vorlieben anzupassen. Sollte die Auto-Anpassung der Bildschirmbeleuchtung nicht mehr zuverlässig funktionieren, macht es Sinn den Umgebungslichtsensor zu kalibrieren. Die Prozedur läuft wie folgt ab:

  1. Begebt euch in einen möglichst dunklen Raum (z. B. Abstellraum etc.).
  2. Ruft das Menü Einstellungen / Hintergründe & Helligkeit auf.
  3. Deaktiviert die Auto-Helligkeit.
  4. Schiebt den Helligkeitsregler nach ganz links.
  5. Aktiviert die Auto-Helligkeit.
  6. Deaktiviert die Auto-Helligkeit wieder.
  7. Schaltet nun eine helle Lampe ein.
  8. Haltet das iPhone mit der Bildschirmseite in Richtung der Lichtquelle, so dass möglichst viel Licht auf dem Umgebungslichtsensor fällt (befindet sich neben der Fronktkamera).
  9. Schiebt den Helligkeitsregler unter Einstellungen / Hintergründe & Helligkeit ganz nach rechts.
  10. Aktiviert die Auto-Helligkeit.
  11. Fertig.

14. Vibrationsalarm sinnvoll einsetzen Batterie-Logo

iOS bietet die Möglichkeit auch bei eingeschaltetem Klingelton den Vibrationsalarm zu aktivieren. Sinnvoll ist diese Funktion nicht wirklich und kann daher bedenkenlos abgeschaltet werden. Ihr findet sie unter Einstellungen / Töne. Im Lautlos-Modus sollte der Vibrationsalarm natürlich aktiv bleiben.

15. Aktivieren bei Anheben (iPhone 6s/6s Plus oder neuer) Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo

Seit iOS 10 gibt es unter Einstellungen / Anzeige & Helligkeit die Funktion „Bei Anheben aktivieren“. Sie schaltet das Display jedes Mal ein, wenn das iPhone „denkt“ in die Hand genommen worden zu sein, so dass die jüngsten Benachrichtigungen abgelesen werden können. Die Funktion greift zwar nicht wenn das iPhone erkennt, dass der Bildschirm abgedeckt ist (zum Beispiel in der Hosentasche), doch ein Transport des Gerätes vom Schreibtisch zur Couch verbraucht so bereits etwas Energie.

16. Systemhaptik (nur iPhone 7/7 Plus) Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo

Beim iPhone 7 und 7 Plus wird die Taptic Engine auch für Mini-Vibrationen genutzt, die das Geschehen auf dem Bildschirm fühlbar machen sollen. Apple nennt die Funktion „Systemhaptik“. Letztlich handelt es sich dabei eher um eine Spielerei als um ein wirklich nützliches Feature und kann daher abgeschaltet werden. Die Einstellung dazu befindet sich unter Einstellungen / Töne & Haptik.

17. Auto-Updates für Apps Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo

Seit iOS 7 dürfen sich Apps auch ohne euer Zutun aktualisieren. Wenn dann auch noch die Erlaubnis für den mobilen Download aktiv ist, wird nicht nur euer Datentarif belastet, sondern auch der Akku eures iOS-Gerätes. Dies gilt natürlich auch für alle anderen automatischen Downloads (Musik, Bücher, Apps). Die entsprechenden Schalter findet ihr unter Einstellungen / iTunes & App Store.

18. WLAN und Bluetooth bei Nichtbenutzung ausschalten Batterie-Logo Batterie-Logo

Praktisch: Über das Kontrollzentrum lassen sich nicht benutzte Drahtlosverbindungen schnell abschalten

Praktisch: Über das Kontrollzentrum lassen sich nicht benutzte Drahtlosverbindungen schnell abschalten

Das Kontrollzentrum in iOS macht’s möglich: Noch nie konnte man die drahtlosen Funkverbindungen WLAN und Bluetooth so komfortabel und schnell ein- und ausschalten. Davon sollte man auch Gebrauch machen, wenn man die Akkulaufzeit seines iOS-Gerätes optimieren will. Das Kontrollzentrum wird aufgerufen indem man vom unteren Bildschirmrand nach oben wischt.

19. Dynamische Hintergrundbilder Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo

Auch Apples Blubberblasen kosten euch wertvolle Akkulaufzeit. Seit iOS 7 kann man sich zwischen statischen und bewegten Hintergrundbildern entscheiden. Klar sieht letzteres cooler aus, aber wenn man ehrlich ist, hält die Faszination keine Woche an. Also abschalten. Den Bildschirmhintergrund wählt ihr unter Einstellungen / Hintergrundbild / Neuen Hintergrund wählen aus. Klickt anschließend auf „Einzelbild“. Hier befinden sich auch einige in grau und schwarz gehaltene Hintergrundbilder, die iOS ein bisschen die grelle Farbgebung nehmen.

20. Parallax-Effekte abschalten Batterie-Logo Batterie-Logo

Das Abschalten unnötiger Animationen schont den Akku

Das Abschalten unnötiger Animationen schont den Akku

Parallax-Effekte (Youtube-Link) sehen chic aus und simulieren einen räumlichen Homescreen. Hat man ein Foto als Hintergrundbild ausgewählt und bewegt das iPhone, während man auf die eigene App-Sammlung schaut, sieht man wie das Bild im Hintergrund der Bewegung des iOS-Gerätes folgt. Dass solche Animationseffekte Rechenleistung benötigen ist klar. Dass Rechenleistung Energie kostet, ist ebenfalls klar. Doch wo schaltet man die unnötige Spielerei ab? Apple hat den entsprechenden Schalter gut versteckt. Er befindet sich unter Einstellungen / Allgemein / Bedienungshilfen / Bewegung reduzieren. Hier müsst ihr den Schieberegler auf „ein“ setzen.

21. AirDrop abschalten Batterie-Logo

AirDrop sollte bei Nichtbenutzung abgeschaltet werden

AirDrop sollte bei Nichtbenutzung abgeschaltet werden

Nutzt ihr AirDrop? Der Dienst kann Dateien zwischen mehreren Apple-Geräten komfortabel austauschen, so lange sie sich im selben WLAN-Netzwerk befinden und Bluetooth aktiviert haben. Damit AirDrop funktioniert müssen die Drahtlosverbindungen also aktiv sein und nach anderen kompatiblen Geräten suchen. Wer AirDrop nur selten nutzt, sollte es daher abschalten. Das geht ausschließlich über das Kontrollzentrum. Hier auf „AirDrop“ klicken und anschließend auf „aus“. Wenn der Zeitpunkt kommt an dem ihr AirDrop einsetzen wollt, könnt ihr den Dienst auf die gleiche Weise schnell wieder einschalten.

22. Stromfressern auf der Spur Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo

Das farbige Pfeilsymbol verrät welche Apps kürzlich die Ortungsdienste genutzt haben

Das farbige Pfeilsymbol verrät welche Apps kürzlich die Ortungsdienste genutzt haben

Um feststellen zu können, dass Apps Ortungsdienste nutzen, müsst ihr unter Einstellungen / Datenschutz / Ortungsdienste / Systemdienste ganz nach unten scrollen und das „Statusleistenobjekt“ aktivieren. Anschließend seht ihr in der Statusleiste eures iPhones immer dann ein pfeilähnliches Symbol, wenn eine App oder System-Anwendung auf die Ortungsdienste zugreift. Wenn ihr nun wissen wollte welche App ständig den akkuschonenden Ruheschlaf eures GPS- und WLAN-Chips stört, müsst ihr euch wieder zu Einstellungen / Datenschutz / Ortungsdienste begeben. Hier sind alle Apps aufgeführt die Ortungsdienste nutzen können. Eine App neben welcher ein graues Pfeilsymbol angezeigt wird, hat innerhalb der letzten 24 Stunden auf die Ortungsdienste zugegriffen. Eine App mit lilafarbenem Pfeilsymbol hat erst vor wenigen Sekunden/Minuten die Ortungsdienste genutzt. So könnt ihr jederzeit herausfinden welche App an eurer wertvollen Akkulaufzeit nagt.

23. Stromfressern auf der Spur 2 Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo

Einige Apps wecken das iPhone immer wieder aus dem Ruhezustand auf und verschwenden so wertvolle Akkuenergie. Die gute Nachricht ist, dass ihr die Stromfresser selbst aufspüren könnt. Habt ihr eine bestimmte App im Verdacht, geht wie folgt vor:

  1. Deaktiviert die Hintergrundaktualisierung (siehe Tipp 6).
  2. Beendet alle Anwendungen manuell (siehe Tipp 7).
  3. Startet das iPhone neu.
  4. Startet die verdächtigte App.
  5. Wechselt von der App auf den Homescreen durch Drücken des Home-Buttons. Lasst die App im Hintergrund weiterlaufen.
  6. Schickt das iPhone nun für mindestens 10 Minuten in den Standby-Modus, indem ihr die Standby-Taste drückt. Rührt das iPhone nun am besten nicht mehr an. (Erklärung: Verhält sich die App gemäß den Stromsparfunktionen von iOS, darf sie nach 10 Minuten keine Hintergrundaktivität mehr zeigen.)
  7. Nun geht zu Einstellungen / Allgemein / Benutzung und scrollt ganz nach unten zu „seit letzter vollständiger Ladung“.
  8. Notiert euch die angegebenen Zeiten für „Benutzung“ und Standby“.
  9. Schickt das iPhone nun erneut für exakt 10 Minuten in den Standby-Modus.
  10. Ruft erneut „seit letzter vollständiger Ladung“ auf und vergleicht die angegebenen Zeiten mit den zuvor notierten Werten. Die Standby-Zeit sollte nun um 10 Minuten höher sein. Die Benutzung-Zeit sollte dagegen nicht mehr als 1 Minute höher sein als zuvor. Bei höheren Werten handelt es sich bei der überprüften App um einen Stromfresser, den es besser bei Nichtbenutzung vollständig zu deaktivieren gilt (Tipp 7).

24. Stromfressern auf der Spur 3Batterie-Logo Batterie-Logo Batterie-Logo

Über die Batterienutzung lassen sich stromhungrige Apps leicht identifizieren

Über die Batterienutzung lassen sich stromhungrige Apps leicht identifizieren

iOS 8 schlüsselt unter Einstellungen / Allgemein / Benutzung / Batterienutzung detailliert auf, welche Apps in letzter Zeit besonders stark an eurem Akku genuckelt haben. Bei iOS 9 findet ihr das Menü unter Einstellungen / Batterie. Apps die ganz weit oben in der Liste stehen, müssen aber nicht zwangsläufig Energieverschwender sein. Eine Anwendung die besonders häufig von euch genutzt wird, verschlingt natürlich auch einen Großteil der gespeicherten Energie. Tauchen auf den vorderen Plätzen aber Apps auf, die ihr nur selten einsetzt, habt ihr möglicherweise den Grund für eure kurze Akkulaufzeit gefunden. Der Hinweis „schwaches Signal“ deutet übrigens auf eine schlechte Mobilfunkverbindung hin, welche bekanntlich ebenfalls zu einem erhöhten Verbrauch führt (siehe Tipp 1). Die Angaben müssen also in Relation zu eurem Nutzungsverhalten gesehen werden.

25. Externe Akkus

Sind Tage mit längerer Nutzungsdauer absehbar, haben wir immer einen externen Akku in der Hosentasche. Bei den Akku-Cases greifen wir gern zu Mophie. Wenn es lieber ein Akkupack sein soll, schaut mal in die Liste der von uns getesteten Powerbanks. An unserem Schlüsselbund hängt außerdem ein Chargekey von Nomad, mit dem wir jede USB-Buchse anzapfen können.

26. Die richtige Akkupflege

Grundsätzlich gilt, dass ein Akku ein Verschleißteil ist und damit zwangsläufig im Laufe seines Lebens an Kapazität einbüßt. Ab einer Restkapazität von weniger als 80% gilt ein Lithium-Polymer-Akku, wie er in iOS-Geräten zum Einsatz kommt, als verschlissen. Der Verschleiß lässt sich nicht verhindern, aber zumindest verlangsamen. Dazu ist es wichtig zu wissen, dass vollständiges Entladen dem Akku keinesfalls gut tut. Häufige „normale“ Ladezyklen sind also besser als wenige große. Behandelt man den Akku richtig, wird die Ladezustandsanzeige mit der Zeit ungenau. Dies kann dazu führen, dass sich ein iPhone bereits bei einer angezeigten Restkapazität von 4% oder mehr abschaltet. Auch Sprünge in der Prozentanzeige sind möglich. Das ist aber kein Phänomen welches auf einen Akku-Defekt hindeutet. Nach einer Kalibrierung der Prozentanzeige stimmt die vom iOS-Gerät prognostizierte Restkapazität wieder. Um eine solche Kalibrierung durchzuführen genügt es einmal im Monat den Akku vollständig zu entladen, bis sich das iPhone abschaltet. Wenn man längere Zeit keine Kalibrierung durchgeführt hat, kann es sein, dass man den Vorgang 3-4 Mal wiederholen muss.

27. Nicht über Nacht aufladen

Viele Nutzer laden ihr iPhone über Nacht auf, da der Akku in der Regel am Ende des Tages leer ist und man am nächsten Tag das Haus nicht ohne volle Batterie verlassen möchte. Außerdem wird das Smartphone beim Schlafen nicht benötigt. Diese nachvollziehbare Auflade-Strategie tut dem Akku jedoch nicht gut, da das iPhone länger geladen wird als nötig. Hierdurch verschleißt der Energiespeicher schneller was letztlich in einem frühzeitigen Akkutausch (Kostenpunkt 79 Euro) oder einer verkürzten Laufzeit resultiert.

Besser ist es also das Apple-Smartphone tagsüber zu laden und das Lightning-Kabel abzuziehen sobald die Batterie-Anzeige auf 100% steht. Aber keine Panik, hierbei kommt es nicht auf Minuten an. Wer auf ein nächtliches Laden nicht verzichten möchte, kann auf eine Powerbank zurückgreifen. Letztere schalten sich automatisch ab, sobald das iPhone einen vollen Akku meldet.

28. Muss der Akku ausgetauscht werden?

Wenn alle Ratschläge keine Besserung bringen, ist es wahrscheinlich, dass euer Akku seine besten Zeiten hinter sich hat und ausgetauscht werden muss. Ob eure iPhone-Batterie noch fit ist oder nicht, könnt ihr ohne großen Aufwand selbst prüfen. Wie das geht, erfahrt ihr hier.

Weitere hilfreiche Tipps findet ihr in unserer Rubrik Tipps & Tricks, sowie auf unserem Twitter– oder Facebook-Feed.

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4 Comments

  • Maja 11. Oktober 2016 at 12:46

    Danke für die Tipps! 🙂
    Seit ich mein iPhone6 (noch nicht mal ein Jahr alt und nur sehr mäßig in Benutzung) auf iOS 10 aktualisiert habe, ist der Akku extrem schnell (fast) leer! Home und Sperrbildschirm stehen als die meisten ‚Verschlinger‘ der Energie, mit 65%! Das versteht wer will… ich verstehe es nicht.
    Davor ist das Gerät erst nach 2 Tage auf 20% gerutscht, mittlerweile reicht schon ein halber Tag, obwohl sich meine Gewohnheiten nicht geändert haben.
    Die Tipps von oben habe ich alle beherzigt (soweit das für einen 6er möglich ist).

    • Frank 11. Oktober 2016 at 14:00

      Das könnte ein Bug sein, der sich leider nur mit einer Wiederherstellung lösen lässt.

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