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Ticket To Ride Pocket: Der Brettspielklassiker

Ticket To Ride ist die iOS – Version des im Jahr 2004 veröffentlichte Brettspielklassikers Zug um Zug und kostet zur Zeit 1,99 EUR. Es handelt sich bei dem Spiel (in der Grundversion) um die Ursprungsversion des Brettspiels: Amerika. Für diejenigen, – ich gehörte bis vor kurzem auch noch dazu – die das Spielprinzip noch nicht kennen, hier eine kurze Erklärung:

Ziel des Spiels ist es, mit Hilfe von 45 Waggons sein Schienennetz so auszubauen, dass die Zielkarten abgearbeitet sind und die Züge quasi zwischen den Zügen hin und her fahren können. Um diese Strecken bauen zu können, bedarf es unterschiedliche Rohstoffkarten. Zwei Stück werden immer am Anfang einer Spielrunde gezogen: Entweder aus fünf bereits aufgedeckten Karten oder von einem verdeckten Stapel. Alternativ kann ein Joker von den aufgedeckten Karten genommen werden. Besitzt ein Spieler die ausreichende Menge von Rohstoffkarten, kann er, wenn er am Zug ist, eine Strecke bebauen lassen. Je mehr Züge eine Teilstrecke benötigt, desto mehr Punkte gibt es im laufenden Spiel. Sobald ein Spieler weniger als zwei Waggons noch übrig hast, ist jeder noch genau einmal am Zuge, ehe es zur Endabrechnung (Waggonpunkte + Punkte für abgeschlossene Strecken – Punkte für nicht abgeschlossene Strecken + zehn Extrapunkte für die längste Strecke) geht.

Vier unterschiedliche Spielmöglichkeiten bietet das Spiel: Solo, Online, Lokal und Pass & Play:

Im Solo – Modus spielt Ihr gegen einen, zwei oder drei computergesteuerte(n) Spieler. Dabei sind die Charaktere meiner Meinung nach in ihrem Verhalten unterschiedlich.  Im Online – Modus müsst Ihr Euch einen „Days of Wonder“ – Konto zulegen, um denn gegen Spieler im Internet antreten zu können. Um gegen Freunde spielen zu können, müsst Ihr Euch in dem selben WLAN – Netz befinden (und natürlich die App installiert haben). Das Spielen klappte hier im Test ohne Probleme. Zu guter Letzt gibt es noch den Pass & Play – Modus, der, wie der Name bereits verrät, dazu dient, das einzige Spielgerät immer an den nächsten weiterzugeben.

Bei diesem Spiel können die Plus – Geräte des iPhones ihre Größe sehr gut ausspielen. Auf kleineren Geräten kann es schon mal passieren, dass die falschen Strecken bebaut werden, weil der Finger dann doch auf einer anderen Route war. Aber zur Not kann in die Karte reingezoomt werden.

Rechts die Rohstoffkarten, zentriert die Karte, unten die eigenen Rohstoffkarten und oben die Gegner.

Rechts die Rohstoffkarten, zentriert die Karte, unten die eigenen Rohstoffkarten und oben die Gegner.

Stichwort Karte: Natürlich ist diese ganz zentral in der Mitte platziert. Unten drunter seht Ihr Eure Rohstoffkarten. Rechts daneben werden entweder die Zielkarten (wenn neue gezogen werden) oder die ziehbaren Rohstoffkarten angezeigt. In der rechten Ecke seht Ihr den aktuellen Punktestand und Waggonanzahl von Euch; auf der linken Seite stehen Punkte und Waggons Eurer Kontrahenten (beim iPad oberhalb der Karte). Auf Wunsch werden auch die Anzahl der Ziel- sowie Rohstoffkarten angezeigt.

Die jeweiligen Zielkarten werden auf der Karte mit Punkten markiert, damit Ihr wisst, wohin die Reise geht. Die aktuell angeklickte Karte wird dabei mit dicken blauen Punkten, die anderen gerade nicht ausgewählten werden mit kleineren grünen Punkten dargestellt.

Ich persönlich würde mir wünschen, dass die Spielregeln individuell anpassbar wären. Im Spiel kann immer nur einmal pro Spielrunde gebaut werden. So viel auf einmal bauen wäre eine sehr gute Abweichung im Spielprinzip und eine gute Möglichkeit, seinem Gegner / seinen Gegnern richtig die Tour zu vermasseln.

Wem die Amerikastrecken irgendwann zu langweilig werden, kann sich via In-App-Kauf weitere Versionen des Brettspiels dazukaufen:

  • USA 1910
  • Europa
  • Schweiz
  • Asien
  • Indien

Fazit: Auf dem iPad macht dieses Spiel natürlich noch viel mehr Spaß, weil einfach mehr Platz da ist. Auch der integrierte Lokalspiel- sowie der Pass & Play – Modus kann immer für ein schnelles, kurzes Spielchen gegen Freunde herhalten. Im Solo – Modus kann es meiner Meinung nach einigen Spielen etwas langweilig werden, weil die Strecken sich irgendwann immer wiederholen (Ja, das ist gegen Freunde auch der Fall, aber da spielt man ja nicht alleine). Aber da kommen ja dann die In-App-Käufe zum Tragen.

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1 Comment

  • Frank 25. April 2016 at 20:04

    Klasse Spiel, macht immer wieder Spaß!

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