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Retro-Chic: BookBook-Case fürs MacBook

Der Zubehör-Markt für Apple-Produkte ist so vielfältig, dass ich schon vor Jahren den Überblick verloren habe. Vor allem im Bereich Schutzhüllen tummeln sich unzählige Anbieter, denn Taschen und Sleeves sind relativ einfach herzustellen. Leider merkt man den meisten Cases ihren Ramsch-Charakter an. Sie riechen unangenehm nach Weichmachern, fühlen sich genauso billig an wie sie aussehen, und bieten nur oberflächlichen Schutz fürs MacBook. Ich persönlich möchte solchen Schutzhüllen keinen Designer-Laptop aus Cupertino anvertrauen, geschweige denn tagtäglich damit hantieren. Schließlich muss das Arbeiten mit dem MacBook auch Spaß machen, und das klappt nur wenn die Tasche zum Endgerät passt.

Den Namen Twelve South habt ihr sicher schon einmal gehört. Der Zubehör-Anbieter stellt ausschließlich Apple-Accessoires her und schätzt ausgefallenes Design genauso wie der Apfel-Konzern. Als Twelve South vor 5 Jahren anfing iPhone-Cases herzustellen, bot der Schutzhüllen-Markt noch weniger Vielfalt als heute. Das BookBook, ein iPhone 4-Case in Buch-Optik, schlug daher ein wie eine Bombe. Das lag nicht zuletzt an dem ansprechenden Used-Leather-Look, welcher die BookBook-Hüllen bis heute auszeichnet. Inzwischen gibt es die beliebten Retro-Taschen auch für sämtliche iPad-Varianten und Apple-Laptops.

Obwohl das MacBook 12″ noch recht jung ist, hat Twelve South bereits ein passendes BookBook im Programm. „Passend“ ist hier durchaus wörtlich zu verstehen, denn die meisten 08/15-Cases im 12-Zoll-Format sind für Apples schlanken Rechner leider viel zu groß. Der Rundumschutz ist ein absoluter Hingucker aus echtem Leder, was man nicht nur sehen und fühlen, sondern auch riechen kann. Die Ecken und Kanten des BookBook sind für einen optimalen Schutz verstärkt. Auf der Innenseite ist die stylische Hülle mit einem weichen Vlies ausgekleidet um zusätzliche Dämpfung bei Stürzen und Schlägen zu gewährleisten. Ein Reißverschluss hält die beiden „Buchdeckel“ zusammen und verhindert dass das MacBook beim Transport versehentlich heraus flutscht. Zwei eingenähte Gummibänder ermöglichen es das Case am Bildschirm des MacBooks zu befestigen. Man muss die Schutzhülle also nicht abnehmen, wenn man mit dem Apple-Laptop arbeiten möchte. In der Bahn mache ich es aber trotzdem, denn bedingt durch die Vibrationen des Zuges und das zusätzliche Gewicht des BookBook, fängt das MacBook-Display ansonsten an zu wackeln.

Das Case ist mit zwei Reißverschluss-Schiebern ausgerüstet. Dies hat den Vorteil, dass man beispielsweise eine kleine Öffnung für ein Kopfhörer- oder Ladekabel lassen kann, ohne die Tasche vollständig zu öffnen. Anfangs ist der Reißverschluss noch etwas schwergängig, was sich aber schnell legt. Insgesamt ist die Verarbeitungsqualität tadellos, was unter anderem daran liegt, dass jedes BookBook in Handarbeit hergestellt wird.

Wer sein MacBook wie ein altes Buch aussehen lässt, profitiert natürlich auch von einem gewissen Tarneffekt. Manchmal kann es schließlich von Vorteil sein seine Mitmenschen in dem Glauben zu lassen der abgenutzt aussehende Ledereinband gehöre zu einem in die Jahre gekommenem Wälzer. Sei es nun aus Gründen des Diebstahlschutzes, oder um Neider auf Abstand zu halten.

Fazit

Wer Retro-Chic mag, oder grundsätzlich natürliche Materialien gegenüber Kunststoffen vorzieht, findet im BookBook ein hochwertiges Case nach seinem Geschmack. Die manuelle Oberflächenbehandlung des Leders macht aus jedem BookBook ein unverwechselbares Unikat, welches durch den Zahn der Zeit zusätzlich an Charakter gewinnt. Da Leder ein sehr langlebiges Material ist, wird die ausgefallene Tasche zu einem verlässlichen Begleiter für viele Jahre.

Wer speziell ein BookBook für das MacBook 12″ kaufen möchte, muss sich jedoch noch etwas gedulden. Bisher ist das Case nur direkt bei Twelve South in den USA erhältlich. Ich gehe aber davon aus, dass es in den nächsten Wochen auch bei Apple und Amazon landen wird.

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